Bikertour 2018 vom 01.-03. Juni 2018 nach Bad Marienberg

Für zwei unserer Biker endete die Tour noch ehe sie begann! Völlig unerwartet mussten  Marc  und Tanja aus beruflichen Gründen ihre Teilnahme absagen. Ihre Traurigkeit konnten wir gut verstehen, war doch bei Allen die Vorfreude auf die gemeinsame Tour groß.

So trafen sich am Freitagmorgen mit sorgenvoller Mine â??  19 Biker und Ingrid um 09.30 Uhr im Clubhaus, um sich mit dem reichhaltigen Frühstück, dass Feli mit ihrem Team zubereitet hatte, für die Fahrt zu stärken.  Erst danach wurden die Motorräder zum Vorplatz gebracht und die Regenbekleidung herausgeholt. Um 10.45 Uhr ging es dann los! 10 Bikes setzten sich in Bewegung in Richtung Kerpen. Kaum losgefahren,  schickte Petrus uns die “Naturduscheâ??, die mal mehr, mal weniger Wasser von oben führte. Lothar, der seine Regenbekleidung  bei einem Stop unterwegs anlegen wollte, wozu aber keine Möglichkeit bestand, war nach den ersten 30 Kilometern bereits so durchnässt, dass er kurzerhand die “vorgezogene Rückreise” antrat. Nun fuhren 9 Bikes weiter durch den Regen bis zur Michael-Schumacher-Kartbahn nach Kerpen, wo uns bereits unser “Begleittross auf 4 Rädern” ( Bine, Ruth, Maria, Michael und Heinz) erwartete. Es war schade, dass der Regen uns vom Besuch der Kartbahn abhielt. So waren wir froh, uns der Regencombis für eine kurze Zeit entledigen und unserem “Inneren” etwas Feuchtigkeit in Form von Kaffee und Cola gönnen zu können.

Und weiter ging es im Regen. Das zweite Etappenziel hieß Schuld und war ca. 70 km entfernt.      Schon kurz,  nachdem wir die Kartbahn verlassen hatten,  verlor das “Schlusslicht” Rainer und Renate den Anschluss an die Gruppe und kämpfte sich alleine durch. Auf einer schönen, kurvenreichen Strecke (die mit Sonnenschein sicherlich um ein Vielfaches schöner gewesen wäre)  gelangten somit 8 Bikes ans zweite Ziel, Haus Waldfrieden in Schuld,  das, zum Entsetzen Aller , geschlossen war.     Die Blase drückte, die Füße waren nassâ?¦..! Die nächste Tankstelle diente als Ersatz. Hier konnte man nicht nur das bestimmte Ã?rtchen aufsuchen und die Beine vertreten, sondern auch die nassen Socken auswringen!!!

Rainer und Renate hatten sich zwischenzeitlich gemeldet, dass sie an einer Fähre ständenâ?¦.......... und direkt zum Endziel kommen würden. Die Verwunderung war großâ?¦. eine Fähre war in der Tour nicht vorgesehen. 

Und es ging weiter zum  Endziel, das in einer Entfernung von 140 km lag. Gegen 17 Uhr ließ der Regen nach und streckenweise konnten wir über fast trockene Straßen fahren bis gegen 18.30 das Ziel “Hubertusklause in Bad Marienbergâ??  erreicht wurde.  Auch unser “Schlusslicht” kam wohlbehalten mit etwas Verspätung an. Hier wurden wir für die anstrengende Fahrt entschädigt durch einen freundlichen Empfang, eine schöne, saubere Unterkunft im Europahaus und eine gemütliche Hubertusklause, in der wir nach einem schmackhaften und reichhaltigen “Schnitzelabend” einen schönen, harmonischen Abend verbrachten. 

Der Blick zum Himmel am Samstagmorgen verriet nichts Gutes! Die ersten Biker waren schon früh wach und trafen sich schon vor 8 Uhr vor dem Europahaus. Offensichtlich fehlte der Kaffee zum Wachwerden! Renate erschien in Rainer´s  Poloshirt zur allgemeinen Erheiterung!  Zum Frühstück trafen wir uns “trockenen  Fußes” in der Hubertusklause, gutgelaunt und bester Hoffnung! Doch noch bevor wir  unsere Motorradkleidung anlegen konnten, begann es erneut zu regnen.              Nach einigen Diskussionen wurde beschlossen, die  Abfahrt der Samstagtour zu verschieben bis der Regen aufhört.  Und wir sollten damit richtig liegen! Es hörte auf zu regnen und gegen 10.45 Uhr starteten wir gutgelaunt, die 9 Bikes und 2 PKWs. Es ging bei schönem, teils sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen über kurvenreiche Landstraßen und idyllischen Landschaften zum ersten Stop, dem Westerwaldgrill, der leider auch geschlossen war. Doch der Wirt versprach telefonisch,  in kurzer Zeit zu erscheinen. So konnte in Ruhe vorher das von der Hubertusklause zubereitete Lunchpaket verzehrt werden und Werner konnte auch eine kurze “Siestaâ??  einlegen. Danach gab es dann das kühle Getränk und weitaus wichtiger die Möglichkeit, die Blase zu entleeren!

Das nächste Ziel hieß Weilmünster. Die Strecke dorthin war eine Freude für alle Biker. Bei Sonnenschein und trockenen Straßen konnte man das Kurvenfahren wie auch die herrliche Umgebung genießen. Leider  kamen wir etwas verspätet in Weilmünster an und unsere “verhinderten Bikerâ??, die per PKW den Weg dorthin angetreten hatten, waren  zu Recht des Wartens müde geworden und nach Bad Marienberg zurück gefahren.  So bevölkerten wir ohne unseren Begleittross  die Eisdiele und erfrischten uns an den Köstlichkeiten, die uns dort serviert wurden. 

Nun war die direkte Rückfahrt nach Bad Marienberg angesagt, da der Grillabend bereits um 18.30 Uhr beginnen sollte. Zufrieden und ein wenig verschwitzt kamen wir dort rechtzeitig an um uns        noch vor dem Abendessen  erfrischen zu können.

Der Abend begann mit der schönen Überraschung, dass für uns die Biergartenhütte, die direkt am Grillpavillon anschloss, reserviert war und eine sehr nette Bedienung uns mit Getränken versorgte. Mit Leckerem vom Grill und köstlichen Salaten wurde der Hunger gestillt bevor  Mike, als Theaterdirektor und Regisseur,  alle Teilnehmer der Bikertour 2018 nach draußen bat.

 Das “Neubiker â??Laienteamâ??, mit fantastischen Kostümen oder Requisiten ausgestattet, unterhielt die restlichen Biker mit einem phantasievollen Theaterstück, das der Regisseur vorgab.                     Der Erfolg gab ihm Recht: schallendes Gelächter!

Danach lud der “Theaterdirektor” die Laienspieler zu einem besonderen Diner ein. “Verschönert” mit Duschhauben, Kitteln, Augenpads und Schwimmbrillen, wurde ihnen an einer langen Tafel Köstlichkeiten wie “Känguru Hoden, Wasserbüffelurin,  Straußenpenis, pürierte Innereien und fermentierte Schweinevaginaâ??  serviert. Ein Riesenspaß nicht nur für die  “Neubiker” ,die die Köstlichkeiten nicht sehen, nur fühlen konnten bevor sie zu probieren waren.  Die Zuschauer amüsierten sich ebenfalls köstlich. Nachdem das “ Diner” beendet war, kam zum Abschluss die “Bikertaufeâ??, die Mike mit Klobürste und Wasser ausführte.  Es war ein Abend, den wir sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werden mit angenehmen Temperaturen, viel Spaß und toller Stimmung. Unser Biker Werner brachte noch ein paar Anekdötchen in sächsischer  Mundart über    die HAARLEI von KYMCO !!!!! Es wurde gelacht, dass die Tränen kamen und der Bauch weh tat!

Sonntagmorgen weckte uns die Sonne! Um 8 Uhr trafen die ersten Biker zum Frühstück in der Hubertusklause ein, um sich am guten Frühstücksbuffet für die Rückreise zu stärken.  Anschließend wurden die Zimmer geräumt, die Bikes aus der Tiefgarage geholt und pünktlich um 10 Uhr standen alle Biker zur Abfahrt bereit. Maria, die gemeinsam mit Bine und Ruth im PKW den Heimweg antrat, sammelte alle Zimmerschlüssel ein,  um sie gemeinsam zurückzugeben. 

                                                                                                                                                                                                                             Für uns ging es nun wieder in Richtung Heimat zum ersten Zwischenstop.                                              Bei herrlichem Wetter erreichten wir über landschaftlich schöne, kurvige  Landstraßen nach ca. 90 km die “Skihütte Schanzeâ??.  Unsere “PKW-Begleitung” erwartete uns bereits dort. Ein schönes Lokal in rustikalem Stil mit guter Speisekarte und reichlichen Portionen. Ein Besuch lohnt sich. Auch hier wurde das “stille Ã?rtchenâ??, das übrigens  sehenswert war, frequentiert, bevor es gestärkt und ausgeruht  weiter zum Möhnesee ging, der ca. 60 km entfernt lag. 

Hier erwartete uns  in schöner Umgebung, ein Bikertreff, viele Motorräder und kühle Getränke.   Unsere “PKW-Begleiter” , die hinter uns her gefahren waren, warteten bereits auf uns . Eine Erfrischung tat gut und ein wenig Ausruhen,  bevor die letzte Etappe, ca. 140 km, zu  bewältigen waren. Um rechtzeitig im Campingpark anzukommen, wurde für die letzte Etappe die Autobahn gewählt.  So erreichten wir  kurz vor 18 Uhr wohlbehalten den Campingpark, ein wenig müde, jedoch zufrieden und glücklich.

Ein gemeinsames anschließendes “Pizza-Essen” und dazu ein kühles “Bierchenâ??,  mit oder ohne Alkohol,  rundeten die Bikertour 2018 ab und natürlich auch das von Werner gestiftete Fässchen anlässlich seines Geburtstages am 31.05.!

Es war eine tolle Bikertour;  trotz des sehr feuchten Beginns, sehr harmonisch ohne Diskussionen oder Missstimmungen in der Gruppe einfach klasse!

Ein Dank an unseren “Leithammel” Stefan, der uns hervorragend anführte, an unseren “Theaterdirektor” Mike für seine tollen Ideen, an Kalle und Rainer, die die Tour mit ausgearbeitet haben und an Alle, die mitgefahren sind, per Bike oder PKW.

Nach der Bikertour 2018 ist vor der Bikertour 2019!

Eine Bikerin