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08.06.2020 12:39 Alter: 65 days
Kategorie: Biker

Bikertour 2020

Endlich! Mitte Mai kam aus Papenburg die Zusage, dass wir – trotz Corona-Krise – die bereits lange geplante Bikertour vom 05.-07.06.2020 dorthin antreten und im Hotel Stubbe unser Quartier beziehen könnten.


So trafen sich die Biker am Freitag, dem 05.06.2020 um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück im Clubhaus, das vom Wolfsrudel liebevoll bereitgestellt war, um danach, gut gestärkt, die Reise antreten zu können.

Ein besorgter Blick zum Himmel und alle 11 Biker, nebst 3 Sozias, hüllten sich vorsorglich in die Regenmontur.

Leider musste 1 Biker auf 4 Räder zurückgreifen, da die Lieferung eines neuen Reifens auf sich warten ließ.

Unsere 3 „Begleitfahrzeuge“ störte der beginnende Regen weniger. Doch auch die Motorradfahrer starteten, angeführt von Mike, guten Mutes gegen 10 Uhr los in Richtung Wesel. Von dort ging es weiter über die landschaftlich sehr schöne B70 nach Borken, wo der erste Stopp am Pröbstingsee geplant war. Vor Feuchtigkeit gut geschützt, marschierten wir voller Vorfreude auf einen guten Kaffee, vom Parkplatz aus in Richtung See. Ein schöner See, reich von Enten bevölkert, erwartete uns und ein Bootshaus, das gerade bei unserer Ankunft geschlossen wurde! Ob das schlechte Wetter oder der Anblick der Bikergruppe den Besitzer dazu getrieben hat, bleibt sein Geheimnis. Wir erhielten zwar keinen Kaffee am Pröbstingsee, dafür aber eine heftige Regenschauer, den wir, geschützt unter dem Vordach einer Holzhütte, an uns vorbeiziehen ließen.

Und weiter ging es mit mehr oder weniger starkem Regen auf der B70 nach Nordhorn, unserem 2. Stopp. Das „Pier 99“, ein sehr schön eingerichtetes, großräumiges Restaurant, bot – trotz Corona-Vorschriften - Platz für alle Biker. Einige von uns genossen ihren Platz auf der Bank, die von der darunter liegenden Heizung angewärmt wurde und dafür sorgte, dass die Hose oder der abgelegte Helm trockneten. Nun lagen noch 90 km vor uns bis zum Ziel. Petrus hatte wohl doch ein Einsehen mit uns und der Regen hörte auf. Gegen 16 Uhr erreichten wir das Hotel Stubbe, wo wir bereits vom Besitzer freundlich in Empfang genommen wurden. Er teilte uns mit, dass die Garage leergeräumt sei und unsere Bikes dort trocken und sicher abgestellt werden könnten. Eine mit Jubel begrüßte Nachricht war die Information, dass für Hotelgäste in Niedersachsen keine Maskenpflicht bestehe, wohl aber für das gesamte Personal.

Von Frau Stubbe, die uns in der Rezeption auch sehr herzlich begrüßte, erhielten wir unsere Zimmerschlüssel. Das Gepäck wurde auf die Zimmer gebracht, die hell, freundlich und sehr sauber waren und keinen Anlass zur Klage gaben. Anschließend trafen wir uns im für uns reservierten Wintergarten, um unseren Durst zu löschen.

Bevor um 19 Uhr das Buffet eröffnet wurde, reichte Familie Stubbe uns zum Empfang einen „Orgasmus“ (Sambuca mit Bayleys)

Das Abendbuffet ließ keine Wünsche offen. Mit 4 verschiedenen Fleischsorten, verschiedenen Gemüsearten, Nudeln und Kartoffeln war bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich fehlte auch der Nachtisch nicht. Mit der Planung für den nächsten Tag, Gesprächen und Anekdoten war der Abend unterhaltsam und ein schöner Abschluss des ersten Tages der Bikertour.

Am Samstagmorgen weckte uns die Sonne von einem strahlend blauen Himmel , was nach dem vorherigen Tag fast unwirklich erschien. Gut gelaunt trafen wir uns zum Frühstück, das - wie auch das Abendessen – in Buffetform aufgebaut war. Jedem Gast wurde dort, seinem Wunsch entsprechend und gemäß Corona-Vorschrift, von der Bedienung, der Frühstücksteller bestückt. Da tatsächlich Alle bereits vor 9 Uhr zum Frühstück erschienen, hieß es bereits um 10 Uhr, die Bikes, für die Fahrt nach Leer, aus der Garage zu holen . Wir konnten es kaum glauben, als Frau Stubbe uns anbot, die Ampelanlage so zu schalten, dass alle 11 Bikes hintereinander auf die Hauptstraße auffahren konnten. Das nennt man wohl „Bikerverständnis“!

Mike führte die Truppe über eine herrliche Strecke, entlang ostfriesischer Kanäle und durch kleine Ortschaften bis nach Leer. Bereits beim Überqueren der Brücke zum alten Hafen sahen wir unsere „ PKWler“, die uns erwarteten. Doch zuerst ging es auf Parkplatzsuche. Nach einem kleinen Fußmarsch gelangten auch wir zum alten Hafen, der mit seinen alten Schiffen sehenswert ist. Die Möglichkeit einer Hafenrundfahrt wurde freudig entgegengenommen. Es blieb noch ein wenig Zeit, um die idyllische Altstadt und den Wochenmarkt kennenzulernen, wo es leckere Fischbrötchen und auch heißen Kaffee gab. Bei herrlichem Sonnenschein bestiegen wir dann die „Koralle“ - dank Corona natürlich alle mit Mundschutz - und schipperten 1 Stunde lang durch den alten wie auch den neu angelegten Hafen.

Langsam zogen Wolken auf und der Himmel verdunkelte sich allmählich, als wir den Weg zum Parkplatz einschlugen. Kurz entschlossen wurde entschieden, die Besichtigung von Papenburg zu verschieben und die Wetterfront in Leer abzuwarten. Schon auf dem Rückweg vom Parkplatz zur Innenstadt überraschte uns der Regen. Wir freuten uns, ein Restaurant mit Sonnenschirmen, die bekanntlich auch Schutz vor Regen bieten, gefunden zu haben. Zu unserem Erstaunen wies uns die Inhaberin in wenig freundlichem Ton und unmissverständlich darauf hin, dass die Tische nicht verstellt werden dürften, um geschützt sitzen zu können. Im Restaurant „Waage“, sehr schön gelegen mit Blick auf den alten Hafen, sind Biker wohl nicht gern gesehen. Trotzdem fanden alle schlussendlich einen mehr oder weniger trockenen Platz und konnten bei einem Kaffee abwarten, bis der Regen aufhörte.

Es war schade, dass nun die Zeit nicht mehr reichte, um der Stadt Papenburg einen Besuch abzustatten. So ging es von Leer aus auf direktem Weg zurück zum Hotel Stubbe. Die Wolken hatten sich verzogen und die Sonne kam hinter den Wolken hervor. Somit machten wir es uns auf der Außenterrasse des Hotels gemütlich. Während wir uns an kühlen Getränken erfreuten, konnten wir zusehen, wie der Hausherr den Grill vorbereitete, um das Abendbuffet mit leckeren Grillspezialitäten zu bestücken.

Gut gestärkt mit gegrilltem Fleisch und leckeren Salaten und bei bester Laune animierte uns unser „Gruppenleiter“ Mike, einen Sitzkreis – natürlich „corona-gerecht“ zu bilden, in dem Jeder sein Problem erläutern konnten. Also: ich hätte da mal ein Problem……!! Es war schon unglaublich, welche schauspielerischen und rhetorischen Talente da zum Vorschein kamen. Während der Einen oder Anderen die Tränen vor lauter Lachen liefen, hielt der Eine oder Andere sich den Bauch, der vor Lachen geschüttelt wurde. Selbst Frau Stubbe, die uns fleißig mit flüssiger Nahrung versorgte, konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Die Zeit verging wie im Flug und gegen 23 Uhr herrschte Stille im „Wintergarten“.

Der nächste Morgen begann mit wolkenbedecktem Himmel. Für unsere Frühaufsteher hatte Frau Stubbe bereits um 07.10 Uhr einen frisch aufgebrühten Kaffee bereitgestellt. Nach dem Frühstück, zu dem wir uns wieder im „Wintergarten“ trafen, hieß es Abschied nehmen vom Hotel Stubbe und seinen sehr freundlichen und hilfreichen Besitzern und Angestellten. Ein Teil des Gepäcks wurde in die PKWs verstaut, während die Motorräder aus der Garage geholt wurden. Auch für die Rückfahrt wurde die Regenbekleidung angelegt, was sich im Laufe der Fahrt als sehr sinnvoll erwies. Von Papenburg aus ging es wieder auf die B70 in Richtung Spelle, wo im Restaurant „Zur Schleuse“ die erste Pause eingeplant war. Unsere „Vorhut“ war bereits vor uns dort eingetroffen und wurde darauf hingewiesen, dass wir nicht willkommen seien, da man nicht bereit sei, nach unserem Besuch alle Tische wieder abzuwischen.

Jupp startete einen neuen Versuch und erreichte, dass man den wegen Corona abgesperrten Teil des Restaurants öffnete. Das Wetter und Corona waren schon eine Herausforderung für uns!

Und weiter ging es für die 11 Motorradfahrer auf der B70 nach Stadtlohn, wo wir das „Cafe & Drive In“ aufsuchten. Hier fanden wir auf der Terrasse problemlos Platz. Das Wetter spielte mit und der Anblick eines sehr reichlich bestückten Kuchenbuffets, wie auch ein gutes Angebot an warmen Speisen, machte Lust auf eine kalorienreiche Pause. Unsere „Vorhut“ begab sich von dort aus auf dem kürzesten Weg zum Campingpark. Die Biker hingegen wurden von Mike als „Leithammel“ über Landstraßen, durch landschaftlich schöne Gegenden, in Richtung Campingpark geführt, wo wir gegen 17 Uhr Alle gesund und ohne „Maschinenschaden“ glücklich von den bereits eingetroffenen Frauen und dem „Wolfsrudel“ erwartet wurden. Das erste kalte Getränkt zischte so richtig nach den ca. 600 Kilometern, die bei wechselhaftem Wetter am Wochenende zurückgelegt wurden.

Wie auch im vorigen Jahr hatte sich das Wolfsrudel bereit erklärt, für die Teilnehmer der Bikertour das Clubhaus zu öffnen und die vorab bestellten Essen zuzubereiten. Eine tolle Geste, die wir gerne in Anspruch nahmen. Hier saßen wir gemütlich bis zum frühen Abend zusammen und ließen die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren.

So endete, trotz aller Hindernisse dank Corona, eine tolle, sehr harmonische Bikertour 2020 ohne Unstimmigkeiten oder Differenzen, dafür aber mit viel Freude und Spaß, an die wir uns sicher noch lange erinnern werden.

Ein Dank an Mike und Bine, die die Strecke ausgearbeitet und die „Stopps“ ausgesucht haben, an das Wolfsrudel, das uns beköstigt hat und natürlich an alle 2- und 4rädrigen Teilnehmer, die eine super Gemeinschaft gebildet haben.

Nach der Bikertour 2020 ist bekanntlich vor der Bikertour 2021, die schon in Planung ist.